Zauberhorn Mohara ody Nr.16 Amulett und Fetisch der Sakalava 13 cm ca. 1970

HAN Nummer: 13.04.02

Kategorie: Artefakte Tribal Art Kolonialzeit


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Nr. 16 Länge 13 cm, 120 Gr.
Dieses originale, sehr seltene Objekt, stammt von einem Geistheiler (Ombiasa) vom Volk der Sakalava im Süden von Madagaskar. Die Ombiasa haben vielfältige Aufgaben in der madagassischen Vorstellungswelt, er kann Liebeszauber herstellen, Kräutertränke für alle sinnigen und unsinnigen Zwecke bereiten, Leute durch Trance beeinflussen oder sogar töten. Diese Praktiken erinnern dann wieder an den afrikanischen Voodo- Kult.
Zum Schutz vor Gefahren, zur Bewahrung der Gesundheit und zur Verteidigung vor der Geisterwelt werden bis heute im Süden Madagaskars Amulette (Ody) getragen und selbst angefertigt. Unser gezeigtes "Zauberhorn" (Mohara) versammelt verschiedene Fetisch Gegenstände, welche aber durch den Ombiasa starke "Kräfte" bekommen haben. Das Horn an und für sich hat in ganz Madagaskar schon eine besondere Ausstrahlung, weil es vom heiligen Zebu stammt, welches ein Symbol für Reichtum, Ansehen und Sitz der Ahnen ist. Es gibt im Süden einen Ritus des Jugendkultes durch Viehdiebstahl, die Mohara sollen dabei unsichtbar machen. Mohara können individuellen Zwecken dienen, aber durch den Ombiasa benutzt, auch kollektiven Riten dienen. Krankheiten haben im traditionellen Umfeld Madagaskars nie alleine physiologische Gründe, sondern werden immer durch Verzauberung, das Übertreten von Verboten (Fadys) oder schlicht durch menschliche Hexerei verursacht. Also benutzt man ebensolche esoterischen Mittel durch Heiler oder Astrologen (Mpskidy) um diese Leiden wieder auszutreiben.
Es besteht aus einem grob beschnitzten Zebuhorn mit verzierter Spitze. In seinem Inneren sind mit Lehmpaste, Eiern und Blut eine Schere, Nägel und ein Vorhängeschloß fixiert. Die Mohara werden, je nach Einsatzzweck und Träger öfter modifiziert.  Alles ist während des Gebrauches immer wieder mit Rindertalg, Honig, Paste der heiligen Erde etc. eingestrichen worden. Dieses Zauberhorn wurde wahrscheinlich um die Hüfte oder den Hals getragen, es ist noch ein altes Trageband erhalten.  Herstellung ca. 1970, erworben 2000 in Tulear

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