Vazimba Skulptur Saurier Mensch 40 cm ca. 1960 MF274

HAN Nummer: 96.MF274

Kategorie: Skulpturen ab 1961


190,00 €

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MF274, Vazimba, Kobold 2 kg, 40 x 15 x 15 cm, genaue Herkunft unbekannt, hergestellt ca. 1960, erworben 1994 auf dem Antikmarkt in Tana.
Ein typischer Kobold mit verschmitzter Pose und hinterlistiger Absicht. Das Gesicht ist jedoch sehr fratzenhaft und abschreckend gestaltet. Diese Skulpturen dienen oft der Erziehung von Kindern und der Darstellung von Geschichten, ähnlich wie woanders Handpuppen oder Marionetten. Hartholz, unbehandelt, weiß oxidiert, Trockenrisse
Vazimba waren die eigentlichen Ureinwohner Madagaskars, ethnologisch nicht eindeutig nachgewiesen. Diese den Pygmänen ähnlichen sehr kleinwüchsigen Wesen sollen vor der Besiedlung Madagaskars schon dort nomadisch gelebt haben. Den Volksmythen nach haben die einwandernden Neulandbewohner aus dem indo pazifischen Raum diese gejagt und verdrängt. Manche Volksgruppen sollen sich auch mit ihnen durchmischt haben, manchmal sieht man in den Rassen wirklich sehr kleine Menschen mit relativ unförmigen Köpfen. Vielleicht ist in der Geschichtenwelt der Neuland- Madagassen eine Art Traumata verankert welche zur Mystifizierung dieser Ethnie führte. Die Vazimba nehmen in Madagaskar die Rolle unserer Feen, Zwerge und Kobolde ein. Es gibt unzählige, meist schaurige Geschichten und Sagen über Vazimba. In der südlichen Region Tulear verdeutlicht man diese in einigen wenigen Werkstätten auch figürlich und verkauft diese "Monster" als abschreckendes Beispiel oder zur Erziehung der Kinder über Regeln und Gebote. Über diese Fadys wacht dann der geschnitzte Vazimba.
Nach den spirituellen Auffassungen einiger Volksgruppen Madagaskars geht die Seele eines Verstorbenen (Razana) einen längeren Weg bis zum Ahnenreich und zum Schöpfergott Andriamanitra. Dabei kann Sie in verschiedenen Stationen auch in Tieren verweilen. Dies sind dann heilige Tiere wie Krokodil, Ibis-Vogel, Zebu-Rind, Chamäleon, welchen besondere Kräfte und mystische Eigenschaften zugesprochen werden. Sehr verbreitet ist somit auch der Glaube an Tiermenschen, Zauberwesen und Mischwesen zwischen Mensch und Tier (bibi olona). Diese versinnbildlicht man dann auch oft in Skulpturen, Stelen und Masken.

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