Grabstele der Sakalava Vogel Lolo 122 cm 1950 MF375

HAN Nummer: 99.MF375

Kategorie: Sakalava Ahnenstelen Tribal Art

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MF375 Grabstele der Sakalava, 1 Todesvogel Lolo ca. 1950 Region Belo Sur Tsiribihina, L 122 cm D 27 cm, 4,5 kg

Die Totenstelen (AloAlo) werden bei der Ethnie der Sakalava  nach alten Riten als Erinnerung an den Verstorbenen und als spirituelle Aufgabe für die nächste Generation aufgestellt. Die Pfähle werden nach Vorgaben des Familienoberhauptes als Auftragsarbeit vergeben und künden vom Leben oder von Lebenswünschen der Toten. Die Mahafaly sind materiell nicht stark verhaftet, aber geistig/seelisch sehr aktiv. Die Seele (Razana) aller Menschen geht für Sie nach dem Tode in heilige Tiere über um dann in mehreren Etappen eine universelle Einigkeit mit dem Schöpfergott (Andriamanitra) zu erreichen. Dargestellt werden diese Ahnenwesen (meist Ibis, Zebu, Krokodil) oft auf dem wichtigen Kopfteil der AloAlo. Der Pfahl darunter zeigt stets astrologische Motive. Diese Stelen werden auf dem, im Vergleich zu den Wohnhäusern, stattlichen und steinernen Kastengrab drapiert und umgeben oft das mittige Totenhaus als Wächter und Botschafter. Die vielen aufgesteckten Zebuhörner stammen von geopferten Rindern und zeugen vom reichen Erbe des Mannes. Desto prunkvoller ein Grab umso angesehener die Familie. Islamische Religionseinflüsse bewirken den Glauben an Vogelwesen und Totenvögeln den Ziny (arab. für Djinns) welche zur Stätte der Seelengeister werden können und somit auf vielen AloAlo der südlichen Stämme zu finden sind. Die madagassischen Bezeichungen für die Zinys sind lolo, Dort werden diese dann meistens allein gelassen und betonen so die Vergänglichkeit des Lebens. Das trockene Klima konserviert das Holz recht lange, aber die Elemente zeichnen ihre Spuren auf die Skulpturen. Verrottete oder zerbrochene Pfähle werden dann von der Familie entfernt, sofern noch ansässig. Die Oberteile (Kopf) der Statue ist jedoch wichtig und wird so, manchmal abgetrennt und weiter aufbewahrt oder auch verkauft. Manchmal erfolgt auch eine "Geschichtsumschreibung" durch nachfolgende Familienmitglieder und es werden Fragmente der Ahnenstelen herausgeschnitten, ergänzt oder zerstört.
Leider fehlt diesem heiligen Vogel der Schnabel, da die Bruchstelle aber genau so verwittert ist wie der Rest des Torso ist anzunehmen dass dieser ihm schon nach der Aufstellung abgebrochen wurde. Deutlich sieht man Überreste von Bemalung am Rumpf. Diese "Neuerung" im AloAlo Bau wurde ab den vierziger-fünfziger Jahren eingeführt, als es importierte Farben auch in den Provinzen gab. Nun sucht er einen schattigen trockenen Platz bei einem Liebhaber.Das verwendete Hartholz Hazomalanga ist innerlich nicht verrottet oder brüchig ! Durch den Aussenaufenthalt an der Oberfläche jedoch stark verwittert, oxidiert und mit Flechten bewachsen. Der seltene Regen hat tiefe Rinnen in das Holz gewaschen und es gibt Abbrüche der letzten Jahrzehnte. Dieses sind sichere Altersindikatoren, die nicht künstlich erzeugt werden können.
Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar.
Dieses Objekt eignet sich für den normalen, versicherten Paketversand und wird von uns bruchsicher und sorgfältig verpackt.


Artikelgewicht: 1,00 Kg

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